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Um den natürlichen Lebensraum der Bartagamen im Terrarium gut nachbilden zu können, müssen 3 Faktoren erfüllt sein:

1. Licht
2. Wärme
3. UV-Strahlung


Licht Bearbeiten

Unser Ziel ist es mit Terrarienlampen möglichst viel und möglichst realistisches Licht zu erzeugen. Dabei müssen wir uns am natürlichem Lebensraum der Bartagamen, Australien orientieren. Die Eigenschaften des Lichtes einer Lampe werden vor allem an 2 Werten beschrieben. Der Lichttemperatur und der Ra-Zahl. Die Lichttemperaur (in Kelvin gemessen) ist ausschlaggebend für den Charakter des erzeugten Lichtes. So gibt es Lampen, die ein warmes Licht erzeugen, aber auch Kaltlichtlampen. Die Mittagssonne erreicht übrigens eine Lichttemperatur von ca. 6000 K. Die Ra-Zahl wiederum gibt die Qualität der Farbwiedergabe beim erzeugten Lichtes im Vergleich zur Sonne an. Moderne Lampen erreichen Ra-Zahlen von über 95 %.


Lampentypen Bearbeiten

T5-Röhren Bearbeiten

T5-Röhren sind die Nachfolger der alten T8-Röhren (Leuchtstoffröhren). Sie geben ein intensiveres und natürlicheres Licht als diese ab und sind deshalb ein Muss für jedes Barti-Terrarium. T5-Röhren beleuchten gleichmäßig eine große Fläche, sodass sie in Kombination mit HQIs für eine (fast) perfekte Beleuchtung sorgen. Betrieben werden sie in einer Fassung mit einem EVG (elektronisches Vorschaltgerät) und Reflektoren zur Bündelung des Lichtes. T5-Röhren besitzen eine dreistellige Kennzahl, die in der ersten Ziffer die ungefähre Ra-Zahl (mal 10) und in den beiden anderen Ziffern die Farbtemperatur in Kelvin (mal 100) zeigt. Für Barti-Terrarien sollte man am besten Lampen mit den Kennzahlen 960 (Ra90 - Ra99, 6000K) oder 860 (Ra80 - Ra89, 6000K) verwenden. Die zurzeit besten Röhren auf dem Markt nennen sich Biolight oder auch Vollspektrumröhren, da sie das natürliche Tageslicht sehr gut nachbilden. Sie besitzen eine Ra-Zahl von 96 und haben eine ungefähre Farbtemperatur von 5800 K.

HQIs Bearbeiten

HQIs wiederum sind die Nachfolger der HQLs und haben eine deutlich höhere Lichtausbeute als diese. Sie beleuchten eher punktuell, sodass sie auch durch ihre nicht unerhebliche Wärmeentwicklung, Sonnenplätze gut beleuchten können. Es wäre jedoch ein Fehler sie als alleinige Wärmequelle im Terraium zu verwenden. HQI-Strahler bestehen aus der Lampenfassung, dem Brenner/Leuchtmittel (die Glühbirne sozusagen) und ebenfalls einem EVG. Es gibt verschiedene Leuchtmittel. Die für Bartagamen geeigneten Typen sind D (Daylight), NDL (Neutralweiß) und CDM 942(Neutralweiß). Die verschieden Bezeichnungen gehen auf die unterschiedlichen Hersteller zurück. Noch nicht einmal der Name HQI (Osram) ist gesichert. CDM (Philips), HRI (Radium) und HSI (Sylvania) sind Bezeichnungen anderer Hersteller. HQLs, ebenso wie HQIs Halogen-Metalldampflampen sind für Bartagamen nicht geeignet. Sie besitzen zu niedrige Lichttemperaturen oder Ra-Zahlen.

Bestückung Bearbeiten

Hier Empfehlungen für zwei gängige Terrariengrößen:

160x60 ( l * b )

            2x54 Watt T5-Röhren
            1-2 x 70 Watt HQI

180x80 ( l * b )

            2x80 Watt T5-Röhren
            1-2 x 70 Watt HQI

Das sind wirklich nur Empfehlungen. Es gilt immer: Je mehr desto besser. Bei wem das Geld lockerer sitzt (gibts sowas noch??) sollte ruhig etwas mehr nehmen - die Bartis danken es einem. Es sollten jedoch auch die Stromkosten nicht unterschätzt werden.


Wärme Bearbeiten

Es ist wohl jedem bekannt, wie warm es in Australien ist. Tagsüber werden dort in der Sonne Temperaturen von etwas über 50° C gemessen. (Wer das schreibt war noch nie da) Bartagamen wärmen sich in der prallen Sonne auf, benötigen dann aber auch kältere Stellen zum Abkühlen. Um diese Temperaturzonen im Terrarium nachbilden zu können benötigen wir keine teuren Wärmelampen aus dem Zoohandel, erst recht keine Infrarotlampen (schädlich für Bartagamen) sondern einfache Spotstrahler.


Lampentypen Bearbeiten

Spotstrahler Bearbeiten

Konzipert für die Lichtabgabe sind Spotstrahler hervorragende Wärmelampen. Man richtet mir ihrer Hilfe Sonnenplätze ein, die aber auch Wärme in die Umgebung abstrahlen. So erreicht man ein System mit kühleren Stellen und Sonnenplätzen. Man muss natürlich darauf achten, dass die Temperaturen im richtigen Bereich liegen.

andere Bearbeiten

Andere Heizmittel sollte man nicht einbauen. Sie sind entweder aufwendiger, teuerer oder nicht geeignet, wie z.B. Heizmatten. Da Bartagamen Wärme immer mit Licht verbinden werden sie durch warme Plätze, die aber eigentlich kalt sein müssten (da dunkel) nur irritiert.


Bestückung Bearbeiten

Meist reichen in einem durchschnittlichen Terrarium 1-2 Spotstrahler aus, um die benötigten Temperaturen zu erreichen (HQIs strahlen auch Wärme ab). Es sollten ungefähr so viele Sonnenplätze eingerichtet werden wie es Tiere gibt. Außerdem ist die Bestückung nach den erreichten Temperaturen zu richten.

UV-Strahlung Bearbeiten

Sehr wichtig für die Gesundheit einer Bartagame ist die ausreichende Versorgung mit UV-Strahlung. Bartagamen benötigen UV-B-Strahlen, um Vitamin D3 zu produzieren, welches die Funktion hat, Kalzium in den Knochen abzulagern. Mit ausreichender UV-Beleuchtung verhindert man eine häufige Krankheit bei Bartagamen, die Rachitis.


Lampentypen Bearbeiten

Osram Vitalux/Radium Sanolux Bearbeiten

Die baugleichen Lampen Osram (Ultra)Vitalux und Radium Sanolux ermöglichen derzeit die beste UV-Versorgung für Reptilien. Diese 300-Watt-Lampen sind schon für um die 35 € erhältlich und benötigen kein Vorschaltgerät. Weil sie so viel Leistung besitzen, muss man auf einen Mindestabstand von 1 m zwischen Tier und Lampe achten. Nur wenn diser Mindestabstand gewährleistet ist, kann man die Lampe fest im Terrarium installieren. Ist der Abstand zu gering kann man die Agame von außerhalb des Terrariums bestrahlen. Dabei sollten jedoch keine Glasscheiben im Weg stehen, da diese keine UV-Strahlung passieren lassen. Jungtiere sollte man täglich 30 Minuten bestrahlen, erwachsene Tiere nur noch jeden 2. Tag.

andere Bearbeiten

Auf dem Markt existieren auch andere UV-Lampen, die man den ganzen Tag laufen lässt. Doch diese Lampen sind für Bartagamen ungeeignet. Durch die lange Laufzeit ist der Betrieb einer solchen Lampe viel teuerer als der kurzzeitige Betrieb der Osram Vitalux. Doch vor allem geben solche Lampen meist zu wenig UV-Strahlung oder nur UV-A-Strahlung ab oder ab ca. 30 cm kommt keine Strahlung mehr beim Tier an. Die besagten Lampen sollten außerdem nach einem halben Jahr ausgetauscht werden, weil danach ihre Fähigkeit abnimmt, UV-Strahlung zu produzieren.