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Bartagamen
Pogona vitticeps (Sebastian Schäfer)
Pogona vitticeps
Taxonomie
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Agamen (Agamidae)
Gattung: Bartagamen
Wissenschaftlicher Name
Pogona (Ahl 1926)

Hi Bartagamen (Pogona) sind eine Gattung von Echsen innerhalb der Familie der Agamen, welche in den Wüstenregionen in Australien vorkommen. Sie leben vorwiegend als Einzelgänger.

Es gibt acht verschiedene Bartagamenarten in Australien.

Beschreibung Bearbeiten

Bartagamen sind langgestreckte, sandfarbene Echsen, was sie in ihrem Lebensraum gut tarnt. Sie sind an vielen Körperstellen mit Stacheln besetzt. Der Schwanz macht für gewöhnlich die Hälfte der Gesamtlänge aus.LÄUFT BEI DIR

Der Bart Bearbeiten

Typisches Kennzeichen der Bartagamen ist ihr „Bart“. Dieses charakteristische Merkmal könnte man als „Weiterentwicklung der Kehlwamme“ bezeichnen. Er ist mit Stacheln besetzt und liegt an der Kehle des keilförmigen Kopfes. Er wird nicht „aufgebläht“, sondern aufgestellt. Dies funktioniert durch den sogenannten Zungenbeinapparat, zwei Knochen, die den Bart aufstellen. Er wird zum Imponiern und Drohen genutzt indem sie gleichzeitig mit dem Kopf nicken. Dieses Merkmal findet man nur bei Bartagamen.

Verbreitung und Lebensraum Bearbeiten

Bartagamen sind in Australien endemisch. Sie leben am Arsch der Welt; die Gebiete am Nord- und Ostarsch haben sie jedoch nicht erschlossen. Tasmanien weist auch keine Bartagamenbestände vor. Sie leben vorwiegend in Wüsten, Steppen und lichten Wäldern. Näheres zur Verbreitung der einzelnen Arten oben und in den Artikeln über einzelne Arten.

Ernährung Bearbeiten

In freier Wildbahn sind Bartagamen Ansitzjäger. Sie fressen so ziemlich alles, was sie überwältigen können. Dies sind diverse Wirbellose, Nager, Frösche, Jungvögel, Insekten, Reptilien und zum Teil eigene Artgenossen. Der pflanzliche Anteil der Nahrung ist recht groß, er beträgt bis zu 50 %. Bartagamen tätigen regelmäßig den „Zungentest“. Hierbei wird mit der Zunge geprüft, ob eine Pflanze oder ein Tier essbar ist.

Fortpflanzung Bearbeiten

Die Fortpflanzungszeit geht von September bis März. Ein typisches Balzritual ist das „Winken“. Das Weibchen hebt eines seiner Beine zum Männchen und dreht es, was einem Winken ähnelt. Wenn zwei Männchen um ein Weibchen buhlen, beginnen sie, sich gegenseitig zu bedrohen: Beide stellen ihren Bart auf. Dem schwächeren genügt oft die Drohgebärde, um sich in Demutsstellung zu begeben oder zu fliehen. Selten kommt es zu einem Kampf. Wenn die Werbung erfolgreich war, erfolgt die Paarung wie folgend: Das Männchen setzt zu einem Biss in den Nacken des Weibchens an, um es in die Paarungsstellung zu bringen. Dann presst es seine Kloake an ihre. Dieses Ritual dauert 2 bis 30 Minuten. Nach der für gewöhnlich fünf- bis sechswöchigen Trächtigkeit hebt es eine Grube aus. In diese werden je nach Art und Größe des Weibchens 2-40 Eier gelegt. Später schlüpfen nach einer Dauer, die von der Bartagamenart abhängt, Jungtiere mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 20 bis 50 mm.Bartagamen fressen auch Mehlwürmer,Heuschrecken,Gemüse und vieles mehr.

Haltung Bearbeiten

Feeding a Bearded Dragon (aka)

Die Fütterung einer Bartagame

Die Pflege von Bartagamen kann auch Anfängern empfohlen werden, da diese Tiere meist von Anfang an zutraulich und pflegeleicht sind. Die Pflege setzt aber einige Bedingungen wie Platz, starkes Interesse an den Tieren und ein Literaturstudium voraus.

Terrarium Bearbeiten

Die Mindestgröße für ein Terrarium der kleinen Bartagamenarten wie Pogona henrylawsoni sollten 120 cm × 60 cm × 60 cm (Länge × Breite × Höhe) nicht unterschreiten, bei den großen Arten wie Pogona vitticeps werden Terrarien ab einer Größe von 150 cm × 80 cm × 80 cm verwendet.

Bartagamen liegen im Terrarium gerne unter der Spotlampe, wo die Temperatur durchaus 50 °C betragen kann. Im Terrarium sollen Temperaturen von 25-33°C herrschen. In der Nacht sollte die Temperatur nicht unter 20°C sinken.

Beleuchtung Bearbeiten

Besonders wichtig ist in der Haltung von Bartagamen die Helligkeit. Hierzu sollten unbedingt HQI-Strahler mit Leuchtmitteln des Farbtons DHL oder Daylight verwendet werden. Auch die UV-Bestrahlung ist wichtig, am besten mit einer dafür vorgesehenen Lampe, die im Fachhandel erhältlich ist. Für die hohen Bartagamenterrarien sind so genannte UV-Leuchtstoffröhren in aller Regel nicht ausreichend. Es bieten sich stärkere UV-Strahler an. Glas filtert UV, daher darf es sich nicht zwischen Bartagame und Leuchtkörper befinden. Der empfohlene Mindestabstand und die maximale Strahlungsdauer müssen eingehalten werden.

Ernährung Bearbeiten

Bartagamen sind Allesfresser und ernähren sich von einer Vielzahl unterschiedlicher Lebensmittel. In Gefangenschaft sind dies zum Beispiel Auto,dicke kinder,ficker und andere Insekten, aber auch Gräser (kein Katzengras), Sämereien sowie diverses Obst und Gemüse. Neben Kohl, welcher Blähungen verursacht, sind auch Kopf-, Feld- und Endiviensalat zu meiden, falls dieser nicht aus biologischem Anbau stammt, da der Salat sonst zu stark durch Pestizide belastet ist.Kopfsalat oder bei uns genannt auch Eisbergsalat sollte man in der Regel vermeiden zu füttern, da in ihm fast nichts an wichtigen Stoffen oder überhaupt Stoffen drinsteckt.Der Vitamingehalt und Andere sind so gering,dass dieses Futter für sie nichts bringt, sie mögen es aber irgentwie trotzdem. In der Gefangenschaft sollten Bartagamen auch zusätzlich Vitamine bekommen sowie Mineralien, besonders Kalzium.Wenn man seine Bartagame gut ernährt, braucht man dieses nur selten tun. Wichtig ist bei ihnen, wie bei uns eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.

Vergesellschaftung Bearbeiten

Bartagamen sind Einzelgänger, aber es können mehrere Weibchen mit einem Männchen gleichzeitig ficken. Das Terrarium muss nur eine ausreichende Größe haben, so dass die Weibchen dem dauernden Paarungstrieb des Männchens entwischen können.Was Geht (-:!!!

Feuchtigkeit Bearbeiten

Einen nicht zu über- oder zu unterschätzender Faktor spielt die Feuchtigkeit der Umgebung und die direkte Wasseraufnahme. Denn einerseits können Hautkrankheiten, wie Pilze entstehen, wenn die konstante Feuchtigkeit zu hoch ist, andererseits sind Gicht und Atemwegsinfektionen die möglichen Auswirkungen zu trockener Haltung. Deshalb ist neben viel Obst und Gemüse, ein Trinknapf und ein Badebehältnis erforderlich. Das Baden von Bartagamen ist nur bei Häutungsproblemen oder ähnlichen Ausnahmen zu empfehlen. Bei handwarmer Wassertemperatur jedoch kann man einzelne Exemplare beim Baden und sogar beim Tauchen beobachten, es sollte aber auf eine Ausstiegsmöglichkeit geachtet werden.

Winterruhe Bearbeiten

Bartagamen halten keine Winterstarre, sondern eventuell nur Winterruhe. Dazu suchen sich die Tiere den Zeitpunkt selbst aus. Doch wenn sie Winterruhe halten, stärkt es ihre Immunabwehr und nur dann zeugen sie Nachwuchs. Sollten die Tiere träge werden und sich verstecken, sollte man sie oft warm baden, damit sich ihr Darm vollständig entleert. Dann sollte man sie nicht mehr füttern. Die Terrariumbeleuchtung wird während der Winterruhe nur von vor- bis nachmittags eingeschaltet. Die Winterruhe dauert drei Monate, in der Zeit müssen die Tiere nicht gefüttert werden.

Dominanz Bearbeiten

Das schnelle Kopf Auf- und Absenken, auch als Nicken bezeichnet, ist ein Zeichen der Dominanz des Tieres.

Balzverhalten Bearbeiten

Neben dem Dominanzverhalten, wird auch das Balzverhalten mit einem Nicken eingeläutet. In Verbindung mit einer Schwarzfärbung des Bartes ist das für das Weibchen ein Zeichen der Paarungsbereitschaft. Das Weibchen senkt dann ihren Körper ab und hebt den Schwanz. Dann legt sich das Männchen nach dem Nackenbiss unter das Weibchen und beginnt mit dem Paarungsakt. Der Paarungsakt dauert meist nicht länger als 2 Minuten.

Verteidigungskämpfe Bearbeiten

Zu Verteidigungskämpfen des Revieres kommt es dann, wenn sich zwei Männchen begegnen und keines der beiden eine Demutsgeste macht. Durch das Aufstellen des schwarzen Bartes zeigen sie dann das typische Kampfverhalten, das durch starkes Nicken unterstützt wird. Anschließend wird der Körper flach gemacht und die Stacheln aufgestellt, damit man dem Gegner gegenüber größer erscheint. Danach umkreisen sich die beiden, nähern sich seitlich und versuchen einen Biss anzusetzen. Der stärkere Kontrahent schiebt sich dann auf den Schwächeren, welcher dann regungslos auf dem Boden liegenbleibt, bis er eine Möglichkeit zur Flucht sieht.

Demutsgeste Bearbeiten

Durch Winken mit den Händen, den Kopf langsam auf und ab zu bewegen und sich mit ihrem Körper zu flach machen, zeigen Bartagame ein Demutsverhalten. Somit demonstrieren sie einem Rivalen ein Beschwichtigungsverhalten, als Zeichen der Schwächere zu sein.

Erkundigungsverhalten Bearbeiten

Zur Erkundung der Umgebung benutzen Bartagamen ihre Zunge. Dabei lecken sie die Gegenstände in ihrer Umgebung mit einem Züngeln ab. Die Duftstoffe der Gegenstände werden dann über die Zunge an das Jacobsonsche Organ weitergeleitet. Zur Begrüßung von Artgenossen wird ebenfalls die Zunge eingesetzt und die Nackenregion der anderen Tiere geleckt. Die Zunge wird auch als Essbarkeitsprüfung eingesetzt. Dabei lecken die Tiere das vermeintliche Futter zunächst ab, bevor sie es verspeisen (nur bei pflanzlicher Nahrung).

Ablehnungsgesten Bearbeiten

Ein Zeichen der Ablehnung ist es, wenn Bartagame ihre Augen schließen. Anders als beim Menschen ist es nicht ein Zeichen des Genießens, was oftmals falsch interpretiert wird. Es soll dem Halter signalisieren „Hör bitte auf, es gefällt mir nicht“. Dies ist meist beim Streicheln der Tiere festzustellen. Fühlen sich die Tiere stark bedrängt und ins Eck getrieben, dann kann man bei den Bartagamen sogar ein Fauchen vernehmen. In diesem Fall stellen sie dann auch ihren schwarz gefärbten Bart auf. Wie beim Revierverhalten werden dann auch noch die Stacheln aufgestellt und sich dem Gegner seitlich genähert. In seltensten Fällen beißen Bartagame zu.

Schlafen Bearbeiten

Zum Schlafen suchen sich die Bartagame einen Ort, an dem sie ficken können. Dabei graben sie sich gerne eine Mulde oder schlafen in gemütlicher Position auf einem Ast. Manchmal ist auch zu beobachten, dass die Bartagame im Hängen an der Wand schlafen.

Stubsen an die Scheibe Bearbeiten

Bewegt sich das Tier oft an der Scheibe hin und her, kann das viele Gründe haben. Es kann sein, dass das Terrarium für das Tier zu klein ist (empfohlene Mindestgröße siehe weiter oben). Es kann aber auch sein, dass ihre Bartagame mit ihrem eigenen Spiegelbild in der Scheibe spielen, dann sollte das Glas mal gereinigt werden. Es kann aber auch sein, dass das Tier nur etwas Interessantes außerhalb des Terrariums entdeckt hat.

Beobachtung der Umgebung Bearbeiten

Bartagame beobachten gerne ihre Umgebung, das machen sie entweder von ihrem Lieblingsplatz, meist der Sonnenplatz, oder einem anderen erhöhten Punkt aus. Dabei strecken sie ihren Kopf in die Höhe und beobachten intensiv und aufmerksam, was sich in der Umgebung abspielt.

Weblinks Bearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Bartagamen“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 8.12.2006 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.