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Agamen
Bearded dragon schwarz groß

Pogona barbata

Taxonomie
Reihe: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Serie: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Agamen
Wissenschaftlicher Name
Agamidae

Agamen (zool. Agamidae) sind nach der traditionellen Systematik eine Familie der Schuppenkriechtiere. Die Bartagamen bilden eine Gattung in der Familie der Agamen.

Agamen bewohnen einen großen Teil der sog. „alten Welt“ und hier die verschiedensten Lebensräume. Das zeigt die große Anpassungsfähigkeit der Agamen. Außer in sehr kühlen Bereichen und im Wasser, findet man sie so ziemlich überall in dem bezeichneten Gebiet an. Sie bewohnen Steppenlandschaften ebenso wie Wälder und Wüstengebiete.

Anatomie, Lebensweise, VerhaltenBearbeiten

Sie❤ haben sich durch verschiedene „Tricks“ den unterschiedlichen Lebensräumen angepasst. Da spielt die Art und Form der Schuppen ebenso eine Rolle wie auch die Länge des Schwanzes (Kragenechse, zum Steuern beim 'Flug' von einem Baum zum nächsten) und die Ausbildung der Füße mit breiten Hautsäumen, die das Laufen über Wasser ermöglichen. Alle Agamen können äußerst gut sehen. Das Auge ist das wichtigste und am besten entwickelte Sinnesorgan dieser Echsen. Sehr wichtig ist auch das Gehör. Der Geruchssinn ist nicht so stark entwickelt, allerdings besitzen die Agamen Riechzellen im Nasengang und auch das Jacobson-Organ. Mit diesem Organ können die Tiere ebenfalls Gerüche wahrnehmen.

Fast alle Agamen (Dornschwanz-Agamen und Segelechsen nicht) ernähren sich überwiegend von tierischer Kost und in geringem Maße von pflanzlicher Nahrung. Die Nahrung besteht überwiegend aus Insekten aller Art bis hin zu Kleinsäugern. Manche Arten wie der Dornteufel (Moloch horridus) ernähren sich ausschließlich von Ameisen und Termiten und kommen somit nicht für eine Terrarienhaltung in Frage. Trinkwasser wird entweder direkt aufgenommen oder über die Haut aus der Luftfeuchtigkeit (artspezifisch), je nach Lebensraum.

Die Agamen sind überwiegend tagaktiv. Durch die Sonnenwärme 'tanken' sie ihre nötige Körperwärme auf, da sie nicht in der Lage sind, Eigenwärme zu speichern. So ergibt es sich, dass die Echsen eine Winterstarre halten, die von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten reichen kann. Eine Winterstarre ist auch Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung.

Systematik Bearbeiten

Da die Systematik der Leguanartigen immer noch nicht ganz geklärt ist, ist auch die taxonomische Einordnung der Agamen noch unsicher. Ursprünglich gab es nur eine große Familie der Leguane (Iguanidae) mit zahlreichen Gattungen in einigen Unterfamilien. Ende der 1980er Jahre wurde dies von den Wissenschaftlern Frost und Etheridge neu geordnet. Die Unterfamilien erhielten nun den Rang von Familien, die in der Teilordnung der Leguanartigen zusammengefasst wurden. Neuere Forschungen haben nun aber ergeben, dass vermutlich doch der alten Systematik der Vorzug zu geben ist.

Zu den Agamen gehören – neben den Bartagamen (Gattung Pogona) – unter anderem die folgenden Gattungen (unvollständige Liste):

Unterfamilie Agaminae:

  • Agama (Echte Agamen)
  • Chlamydosaurus (Kragenechsen)
  • Ctenophorus (Soldatenagamen)
  • Diporiphora (Australische Bodenagamen)
  • Draco (Flugdrachen)
  • Gonocephalus (Winkelkopf-Agamen)
  • Hydrosaurus (Segelechsen)
  • Japalura (Bergagamen)
  • Lyriocephalus (Leierkopf-Agamen)
  • Moloch (Dornteufel, Wüstenteufel)
  • Phrynocephalus (Krötenkopf-Agamen)
  • Physignathus (Wasserdrachen)
  • Psammophilus (Sandagamen)
  • Sitana (Sita-Agamen)

Unterfamilie Leiolepinae:

  • Uromastyx (Dornschwanz-Agamen)


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Agamen“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 13.11.2006 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.